Wunderbarer Weltdufttag! am 27. Juni

Der Weltdufttag – ein sehr schöner Tag, wie wir finden, denn er regt dazu an, uns mal wieder besonders auf einen unserer Sinne zu konzentrieren. Schließen Sie an diesem Tag die Augen und gehen Sie mit offener Nase durch die Welt, durch Ihre Wohnung und durch Ihren Garten. Sie werden erstaunt sein, was Sie, wenn Sie es ganz bewusst tun, so alles riechen.

Auch schlechte Gerüche haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Blickt man in etwa 100 Jahre zurück, haben Bäuerinnen gepresste Edelrautenblätter (Artemisia) in ihr Gebetbuch gelegt. War die Predigt langweilig oder einfach zu lange, hat der beißende Ge-ruch der Blätter sie davon abgehalten, in der Kirche einzuschlafen.

GESCHICHTLICHES.
Ursprünglich waren Wohlgerüche nur Göttern und Herrschern vorbehalten. Schon vor 5.000 Jahren verbrannten die alten Ägypter Pflanzen und duftende Blüten zu Ehren des Sonnengottes Re. Auch die Römer schickten ihre Gebete in Verbindung mit duftendem Rauch Richtung Himmel. Cleopatra umgab sich mit einem wohltuenden Duft, um ihre reizende Wirkung bei Männern noch zu verstärken. Reiche Griechen und Römer badeten in duftendem Wasser und rieben sich anschließend mit parfümierten Salben ein. Zu Jesu Geburt war ein Geschenk der Weihrauch, der auch heute noch in der katholischen Kirche zum Einsatz kommt. Der Einsatz von Duftstoffen ist auf der ganzen Welt bekannt. Es existieren Dufttraditionen unterschiedlichster Kulturen und Religionen. „Der Mensch riecht Riechbares nicht, ohne ein Gefühl dabei zu empfinden“, schrieb der griechische Philosoph Aristoteles. Der Duft kann zweifelsohne als ein eigener Aspekt menschlicher Kulturgeschichte betrachtet werden.

DER DUFT UND DAS GEDäCHTNIS.
Beim Riechen gelangen Duftstoffe direkt ins Gehirn, genauer in das limbische System. Das ist verantwortlich für Emotionen und Erinnerungen. Gerüche verbinden sich hier mit Gefühlen und haben deshalb eine bessere Chance, im Gedächtnis zu bleiben. Das Geruchsgedächtnis wird vor allem in den ersten drei Lebensjahren eines Menschen ausgebildet. Deshalb verbinden wir Kindheitserinnerungen häufig mit einem bestimmten Duft. Das wiederum nennt man das Proust-Phänomen.

PFLANZEN UND DER DUFT.
Bei Pflanzen wird zwischen Aroma- und Duftpflanzen unterschieden. Pflanzen, deren Blüten oder Blätter auch ohne Berührung einen Wohlgeruch verströmen, zählen zu den Duftpflanzen. Der Geruch bei Aromapflanzen entwickelt sich hingegen erst, wenn Pflanzenteile berührt oder zerrieben werden. Pflanzen Sie diese Stauden in Ihren Garten oder in Kübel und nehmen Sie den ganzen Sommer über immer mal wieder eine Nase davon. Vielleicht erinnert Sie die ein oder andere Pflanze an Ihre Kindheit?

WUSSTEN SIE SCHON, …
… dass sich bis zu 30 Mio. Nervenzellen in der Riechschleimhaut befinden?
… dass Hunde mit rund 220 Mio. ungefähr zehnmal so viele Nervenzellen besitzen?
… dass sich die Nervenzellen der Riechschleimhaut alle 4 – 6 Wochen erneuern?
… dass Riechrezeptoren unter anderem auch im Magen-Darm-Trakt vorkommen?

Am besten platzieren Sie duftende Pflanzen in der Nähe von Terrassen, Sitzplätzen, Wegen oder Hauseingängen. Pflanzen mit starken, ausströmenden Düften lassen sich besser im hinteren Teil des Gartens ansiedeln. Aroma-Duftpflanzen wie Kräuter sollten Sie direkt am Rand von Wegen oder Terrassen setzen, damit sich die würzigen Gerüche freisetzen können, wenn man die Pflanzen im Vorbeigehen streift. Hier lassen sie sich natürlich auch am besten berühren und pflücken. Nur am richtigen Standort entwickelt sich ein Duft typgerecht und kommt voll zur Geltung. An einem windgeschützten Platz haben Sie in der Regel den höchsten Duftgenuss. Das gilt besonders bei nur leicht duftenden Arten. Ideal ist auch die Pflanzung vor Hecken oder Mauern. Mauern haben zudem den Vorteil, dass sie Wärme speichern. Sie liefern bis in späte Stunden die nötige Wärme zur Verbreitung der Düfte.

Besonders zu empfehlen sind folgende Sorten:

Lavendel (Lavandula) sind Kinder des Südens und lieben daher einen sonnigen, warmen und trockenen Standort. Der aromatische Duft ist unverkennbar und die typische Farbe verzaubert jeden Garten.

 

An einem sonnigen und sandigen Platz fühlt sich die Federnelke (Dianthus plumarius) am wohlsten. Ihr intensiver gewürznelkenartiger Duft verbreitet sich wie ein Teppich.



Die Moschus-Malve (Malve moschata) ist ein wahres Allroundtalent. Sie ist nicht nur ein duftender Bienenmagnet, sie besitzt auch heilende Inhaltsstoffe. Ein spanisches Sprichwort lautet: „Malve im Gemüsegarten, lässt den Doktor draußen warten.“

 

Nachtkerzen (Oenothera) versprühen in den Abendstunden einen süßlich, frischen Duft. Nicht nur Nachtfalter fühlen sich von ihr magisch angezogen. Die schneckenunempfindliche Pflanze liebt einen sonnigen und eher trockenen Standort.



Taglilien (Hemerocallis)
, auch als Bauerngartenpflanzen bekannt sind langlebig, äußerst pflegeleicht und sehr anpassungsfähig. Bei ausreichender Bodenfeuchte wachsen sie sowohl in der vollen Sonne als auch im Halbschatten. Dass jede Taglilienblüte nur einen Tag lang blüht, fällt angesichts der enormen Blütenfülle nicht weiter auf. Die Sortenviel-falt der Taglilien ist herausragend. Pflanzen Sie die einfachen Sorten z.B. neben die Flammenblume. Ihre allmählich verkahlenden Stängel können so gut von den grasartigen Blättern der Taglilien überdeckt werden.

Die Duftnessel (Agastache) betört mit ihrem frischen Duft und ihren Blütenkerzen mit langer Blütezeit. An einem sonnigen Standort in nährstoffreichem Boden fühlt sich die Duftnessel zu Hause. Je trockener die Duftnessel steht, desto winterhärter ist sie.



Der Thymian (Thymus) zaubert einen üppigen und leicht herb duftenden Teppich mit violetten, rosafarbenen oder weißen Blüten. Nicht nur die Blätter, auch die Blüten des Thymians sind genießbar und lassen sich zum Würzen von Speisen nutzen. Pflanzen Sie ihn an einen sonnigen, trockenen und windgeschützten Standort.

 

Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich.
Wir helfen gerne bei der Auswahl.

© Talking Brands / pflanzenfreude.de



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